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07.07.2009 12:27:00
Elektronik, Jazz / Improvisierte Musik, Neue Musik

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Nickelsdorfer Konfrontationen

Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es sie immer noch. Die „Konfrontationen“ in der Nickelsdorfer Jazzgalerie sind einfach nicht unter zu kriegen und feiern ab 10. Juli ihre sage und schreibe 30. Auflage. Drei Tage lang geben neben heimischen KünstlerInnen auch eine Reihe international anerkannter MusikerInnen dem kleinen, aber bedeutenden Festival die Ehre. Veranstaltungsorte sind die Jazzgalerie, der Kleylehof sowie die Nickelsdorfer Kirche.

 

Seit nun fast drei Dekaden bildet das Festival Konfrontationen einen Fixpunkt im heimischen Musikkalender. Wohl bei keiner anderen Veranstaltung zeigt sich die Vielfältigkeit zeitgenössischer Musik so sehr, wie sie es bei diesem Festival tut. Veranstalter und Besitzer der Jazzgalerie  Hans Falb gewährleistete, dass zahlreiche namhafte internationale wie heimische Stars der Szene ihren Weg in das kleine burgenländische Örtchen an der Grenze zu Ungarn gefunden haben. Vor zwei Jahren sah es aber noch ganz danach aus, als würde sich der Vorhang zum letzten Mal senken. Zu angespannt erschienen die finanziellen Probleme, zu aussichtslos die Lage. Dennoch dachte Hans Falb nicht daran, das Handtuch zu werfen und versuchte sich am Unmöglichen. Dank der Bemühungen zahlreicher Unterstützer konnte das Aus schließlich abgewendet werden. Und das ist gut so, denn die Nickelsdorfer Konfrontationen stehen wie kein anderes Festival für die künstlerische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Musikformen. Ausgehend von der Freejazzszene der 70iger Jahre entwickelten sich die Veranstaltung zum Ort des musikalischen Experimentierens.

Auch in diesem Jahr lassen es sich renommierte VertreterInnen der österreichischen Musikszene nicht nehmen, einen Abstecher ins Burgenland zu machen. Stilistisch spannt sich der musikalische Bogen von Jazz in seiner Urform bis hin zur experimentellen Elektronik. So werden an den drei Tagen Formationen und MusikerInnen wie etwa die musketeers, Ground 6, The Brass Ass, Fennesz/Brandlmayr/Dafeldecker, Graewe / Lovens, Klement/Lang/Koch/Gartmayer oder Gustav samt Band das weite Feld der zeitgenössischen Musik bearbeiten. Allesamt sind sie bekannt dafür, sich nicht in eine bestimmte Kategorie einordnen zu lassen. Vielmehr steht das musikalische Abenteuer im Vordergrund. Auf der einen Seite sich ihrem Genre verpflichtet fühlend, streben sie andererseits doch alle nach neuen Ufern, mögen diese auch noch so unterschiedlich erscheinen. Grenzen im Ausloten des Möglichen kennen die MusikerInnen keine, was ganz der Tradition des Festivals entspricht.
 
Die "Nickelsdorfer Konfrontationen" sind ein Festival für Musikliebhaber, die die Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen nicht scheuen, die offen genug sind, sich auf neue musikalische Erfahrungen einzulassen. Die Veranstaltung verspricht „keine Hits, die unzählige Male wiederholt werden können sondern Hörerlebnisse, auf die man sich hier und jetzt einlässt.“ Einfach ein einzigartiges Hörerlebnis.(mt)


 
 
 
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