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Wie ist die Idee entstanden, die Plattform „VELAK“ zu gründen, bzw. um was geht es dabei genau? Peter Kutin: Ausgegangen ist das alles vom ELAK, vom Institut für Elektroakustik. Da gab es damals im kleinen Fluc eine Konzertreihe, die ELAK-Gala und nachdem wir aufgehört haben zu studieren bzw. mit dem ELAK abgeschlossen, haben wir das an verschiedenen Orten weiter gemacht und schließlich irgendwann dann auch den Verein gegründet – vor allem auch, damit wir uns bezüglich Förderungen etwas leichter tun und eben eine eigene Plattform für Leute zu haben, die diese Art von Musik interessiert. Bis zur Gründung des Vereins war ja eigentlich alles immer quasi lehrgangsintern, vom Studium aus, und mit VELAK haben wir das dann eben ein wenig geöffnet für Leute, die sich für elektroakustische Musikformen interessieren. Wir sitzen jetzt also nur sozusagen stellvertretend hier und nicht als Vorsitzende oder so etwas – der Verein selbst besteht schon aus mehreren Mitgliedern. Wer da alles genau involviert ist und gespielt hat, kann man auf der Homepage abrufen. Wie viele Leute zählt der Verein VELAK? Tim Blechmann: Zwischen 5 und 15 Leute. Hat sich schon gezeigt, ob es die richtige Entscheidung war, für die Plattform die Form eines Vereins zu wählen? Peter Kutin: Bis jetzt ist alles eigentlich noch in einer Anlauf-Phase. Aber ausgezahlt hat es sich schon deswegen, dass dadurch mehr Kommunikation entstanden ist, einfach mehr passiert und die Leute mehr Konzerte organisieren, selber anfangen und dergleichen. Letzteres ist auch der Hauptzweck des Vereins VELAK – die sich daraus ergebenden Förderungen sind bloß ein weiterer Synergie-Effekt. Gibt es bei VELAK irgendwelche Aufnahmekriterien oder kann jeder Mitglied werden, der das möchte? Tim Blechmann: „Mitglied werden“ heißt eigentlich, sich irgendwie engagieren – formale Aufnahmekriterien gibt es aber keine. Es gibt zwar formale Mitglieder, das ist aber auch eher ein loser Kreis von Leuten, die sich einfach engagieren, spielen oder sonst in irgendeiner Art und Weise zu VELAK beitragen. Es ist auch weniger als gesellschaftliche Organisationsform denn als Plattform gedacht für Leute, die einfach im Bereich elektroakustische Musik etwas machen wollen. Kann der Proberaum, der sich hier ein Stockwerk tiefer befindet, frei, je nach Lust und Laune benutzt werden, oder gibt es da irgendwelche zeitlichen Aufteilungen oder Beschränkungen? Peter Kutin: Es ist so, dass wir hier im Prinzip bloß zur Untermiete sind. Die Räumlichkeiten da unten dienen also primär dazu, sich auf die Konzerte vorzubereiten oder bestimmte Projekte durchzuführen – es ist hier aber nicht unser Vereinslokal. Ist ein derartiges eigenes Vereinslokal für die nächste Zeit geplant? Tim Blechmann: Das zahlt sich glaube ich nicht aus, schon alleine aufgrund der geringen Zahl an Mitgliedern. VELAK funktioniert ja auch nicht auf diese Art – das spielt sich eher mehr auf Kommunikationsbasis ab, als jetzt irgendwie zusammen zu sitzen. Der Pool von Leuten, die wir ansprechen, ist doch etwas größer und die jetzt alle in einen Raum zu stopfen, ist nicht Sinn der Sache. Dieser soll vielmehr darin liegen, Konzerte zu organisieren und zu spielen und dafür interessante Locations aufzutreiben. Die Zusammenkünfte der Mitglieder spielen sich also hauptsächlich bei den Konzerten ab, kann man das so sagen? Tim Blechmann: Es gibt schon immer wieder Treffen, wo man anstehende Angelegenheiten und Vorgangsweisen beraten muss, aber es gibt definitiv nicht so etwas wie einen „Haupt-Vereins-Sitz“. Liegt den Konzerten, oder VELAK-Galen, wie ihr sie nennt, irgendein Konzept zu Grunde? Gibt es bestimmte vorgegebene Themen? Peter Kutin: Es ist alles sehr frei gehalten. Wir programmieren nicht in die Zukunft hinein, sondern halten alles sehr offen. Das, was präsentiert wird, muss aber schon zum Rahmen passen bzw. zu unseren musikalischen Vorstellungen. Wer entscheidet dann im Einzelfall, ob irgendetwas zum Rahmen passt oder nicht? Tim Blechmann: Das ist eigentlich Common Sense. Wir haben ungefähr eine einheitliche Idee, was dort stattfinden kann und soll. Bisher gab es eigentlich kaum Fälle, wo irgendjemand gedacht hätte, dass das jetzt überhaupt nicht dazu passt. Es ist meistens relativ unterschiedlich, was statt findet und es ist auch immer irgendwie, auf eine gewisse Art und Weise, anders. Es gibt zwar schon eine grobe Linie, die sich jedoch nicht formulieren lässt – das ist einfach ein Common Sense, der bei den Leuten existiert. Peter Kutin: Es ist auch so, dass die Leute, die hier etwas machen, zuerst die Galen, die Musikästhetik oder das dahinter liegende Konzept kennen lernen und daraufhin dann selbst spielen wollen. Es ist also nicht so, dass wir irgendwelche Anfragen von Bands bekommen, ob sie dort spielen dürfen. Wir verfolgen da ganz einfach eine andere Musikästhetik.
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