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Recht oder Restriktion? - Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften in der digitalen Welt
Ein praxisorientierter Workshop für Musikschaffende. Am 24.1. im mica.
Der Workshop, welcher am 24. Jänner im mica stattfindet, verspricht spannend zu werden: Urheberrechtsfragen in Verbindung mit unterschiedlichen Lizenzmodellen.  Zum Abschluß des Workshops bringen wir VertreterInnen der AKM mit Aktivisten von Creative Commons Austria an einen Tisch, um über die Vereinbarkeit von Creative Commons mit der herrschenden Rechtslage zu diskutieren.

Der Eintritt zu diesem Workshop ist frei, die Teilnehmerzahl ist aber begrenzt. Eine Vorabregistrierung  per E-Mail unter registration@mica.at ist daher erforderlich.


Die digitale Revolution der letzten 10 Jahre stellt auch das bisherige Urheber- und Verwertungsrecht in Frage. Fast jedes digitale Gerät ist eine "Content-Kopiermaschine". Regelungen zum digitalen Kopierschutz (DRM) haben - auf Druck der Musikindustrie - Eingang in die nationalen Gesetze gefunden. Die meisten Maßnahmen zum technischen Kopierschutz gelten aber längst als gescheitert. Gleichzeitig ist Musik im Netz massenweise gratis zu hören: Nicht nur auf den Sites der kleinen Netzlabels, auch auf den meisten Web-2.0-Plattformen wie MySpace, YouTube oder LastFM denkt niemand mehr daran, für diesen Musikkonsum zu zahlen. Die Grenzen zwischen "Downloads" und "Streams" lassen sich dabei nicht eindeutig ziehen, kann man doch mit der geeigneten Software jeden Stream auch lokal speichern. Wenn der Vertrieb aber nicht mehr kontrollierbar ist, hat die Idee des Copyrights damit endgültig ausgedient?

Mit "Creative Commons" gibts es überdies seit einigen Jahren ein alternatives Lizenzmodell, das auf die neuen Erfordernisse insofern eingeht, als es den UrheberInnen die Wahl lässt, welche Rechte sie gewähren wollen ("some rights reserved"). Creative Commons erfreut sich online wie auch offline auf globaler Ebene immer größerer Beliebtheit, wird jedoch von Verwertungsgesellschaften, die Tantiemen z. B. aus der Leermedienabgabe an Kreativschaffende verteilen sollen, nicht anerkannt.

Was bedeutet das alles nun für die Musikschaffenden? Dieser Workshop bietet praxisnahe Vermittlungsansätze für Musikschaffende, die ihre Musik online vertreiben wollen. U.a. wird auf folgende Fragen eingegangen:
 
• Welche Konsequenzen haben Creativ-Commons-Lizensierungen für Musikschaffende in Österreich?
• Können Werklizensierungen wiederrufen werden, oder sind sie endgültig?
• Kann ein Rechtesplitting zwischen digitaler und analoger Welt betrieben werden?
• Unter welchen Umständen darf ich meine Werke auf der eigenen Homepage zum Download anbieten?
• Wie steht es mit MySpace, YouTube, LastFM usw.?

Auf viele dieser Fragen gibt es derzeit keine eindeutigen Antworten, da sich selbst ExpertInnen über den Stellenwert und die zukünftige Entwicklung von Creative Commons uneinig sind. Daher bildet den Abschluss des Workshops eine Diskussionsrunde, die VertreterInnen der AKM mit Aktivisten von Creative Commons Austria an einen Tisch bringt.

Programmdetails
 
11:00 - 12:30 Uhr - "Urheberrecht, Verwertungsgesellschaften und Urhebervertragsrecht für Musikschaffende in Österreich: die Basics" (Christophe Cuny und Anthony Kammerhofer)

12:30 - 12:45 Uhr - Pause

12:45 - 13:30 Uhr - „Creative Commons statt Plattenvertrag - ein alternatives Lizenzmodell für die Onlinedistribution von Musik“ (Roland Alton-Scheidl, Medienforscher und Innovationsexperte, Beirat Creative Commons Austria)

13:30 - 14:15 Uhr - "Creative Commons - Lizenzvertrag à la carte?"  (Dr. Florian Philapitsch, LL.M. Kommunikationsbehörde Austria)

14:15 - 14:30 Uhr - Pause

14:30 - 16:00 Uhr - Verwertungsgesellschaften und Creative Commons: ein Widerspruch in sich?
Paneldiskussion mit:
Roland Alton-Scheidl, Medienforscher und Innovationsexperte, Initiator von RegisteredCommons;
Mag. Ingrid Waldingbrett, AKM Pressesprecherin und Franz Fröhlich, AKM Fachbereich online.

Moderation: Anthony Kammerhofer


 
 
 
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