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Werner Dafeldecker
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erfasst als: MusikerIn, KomponistIn, InterpretIn
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Genre(s): Contemporary, U-Musik, Modern / Avantgarde
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Biografische Daten |
Geburtsdaten:
1.07.1964 in Wien
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Nationalität:
Österreich
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Biografie:
Geboren 1964. Als Kontrabassist weitgehend Autodidakt. Anfänglich von der experimentellen Jazz- und Rockmusik der sechziger und siebziger Jahre stark geprägt, konzentriert sich der freischaffende Musiker, Komponist und Produzent seit einem Jahrzehnt zunehmend auf zeitgenössische, elektronische und Improvisationsmusik sowie auf genreübergreifende Projekte. Als Gründungsmitglied der Ensembles "Ton.Art" und "Striped Roses" und als Kooperationspartner von Burkhard Stangl, Walter Malli, Radu Malfatti, Christoph Cech, Christian Mühlbacher oder Christof Kurzmann ist Dafeldecker einer der kreativsten Köpfe der neueren österreichischen Musik. Aber auch in der Zusammenarbeit mit Eugene Chadbourne, Gene Coleman, Sunny Murray, Ned Rothenberg, Jim O'Rourke, Tom Varner oder Wayne Horvitz beweist sich seine musikalische Neugierde und stilistische Beweglichkeit. Neben seiner kompositorischen Arbeit (Auftragswerke u. a. für Theaterproduktionen und das "Klangforum Wien") und der Gründung des Avantgarde-Labels "Durian Records" (1994 gemeinsam mit Uli Fussenegger) hat sich Dafeldecker auch mit seinen experimentellen Sound-Research-Ensembles "Polwechsel" und "Shabotinski" international einen Namen gemacht.
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Tätigkeiten:
- 1993 Polwechsel: Gründung des Ensembles
- 1994 Durian Records: Labelgründung
- seit 1994 im Duo mit dem Kontrabassisten Uli Fussenegger
- Ton.Art: Mitbegründer des Ensembles
- freischaffender Musiker und Komponist
- Zusammenarbeit mit Eugene Chadbourne, Franz Koglmann, Radu Malfatti, Sunny Murray, Ned Rothenberg, Ensemble Maxixe, Klangforum Wien, Ton.Art u.a.
- Konzentration auf zeitgenössische Musik und Improvisation
- Kompositionen für Ensembles, Theater und "grenzüberschreitende" Projekte
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Stilbeschreibung |
Genauigkeit und Verlust - zwischen diesen Polen, die vorerst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, oszilliert die Musik von Werner Dafeldecker. Genauigkeit wird in jeder Faser gefordert, vom Kompositionsprozeß bis hin in das kleinste Detail der spielerischen Ausführung. Das Moment des Verlustes erfüllt eine merkwürdige Doppelrolle: Nichts in dieser Musik ist von solcher Verläßlichkeit wie das Warten auf den Verlust. Doch was wie die Beschreibung eines finalisierenden Prozesses klingt, ist der formale Antrieb dieser Musik. [...] "Die kompositorische Entscheidung ist," sagt Werner Dafeldecker, "sich für einen Klang aufgrund des Vertrauens in ihn zu entscheiden: Hält der Klang durch, hat er genug Kraft, über längere Strecken in verschiedenen Kontext eingesetzt werden zu können. Die Inspirationsquelle ist der Klang. Dann kommt die Ebene: Wie weit kann man einen Klang strapazieren, was kann man alles damit machen, in welchen Kontext kann man ihn auf welche Weise stellen." [...] Es geht um die Tragfähigkeit einzelner Klänge, eizelner Klangereignisse. Es geht um deren Potential, Brücke zum nächsten Ereignis zu sein. Daraus resultiert Form. Das heißt aber eben auch - zurückführend zu den Begriffen Genauigkeit und Verlust: Es ist jeweils der Verlust der Tragfähigkeit, der die Musik weitertreibt. [...] Christian Scheib, (in dem Beiheft zur CD "Polwechsel"), 1994
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Pressestimmen |
20020800: [...] er nimmt den Klang auf und führt ihn mit leichtem Bogenstrich auf seinen Kontrabass fort. Das Zusammenführen von Naturtönen auf dem Instrument und elektronischen Verfremdungen eben dieser Naturtöne steht im Zentrum der in Kompositionsstrukturen eingelagerten freien Improvisationen. Minimalistischen Figuren schweben rhythmisch ungebunden im Raum, strömen förmlich fühlbar ins aufmerksam und konzentriert lauschende Publikum. [...]
http://www.jazzpages.com/Muempfer/wiener_elektroniker_020906.htm The Jazz Pages (Klaus Muempfer)
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19991201: [...] Der Bassist und Komponist Werner Dafeldecker, oftmals in Kooperation mit Burkhard Stangl oder Christof Kurzmann, könnte als eines der Kraftzentren dieser Szene beschrieben werden. [...] Skug (Christian Scheib)
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Und so sollte man vielleicht weniger von Reduktion sprechen als von einer Maßstabsveränderung des Hörens, einer Art akustischer Mikroskopierung. Neue Zürcher Zeitung
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(Werner Dafeldecker) ist es gelungen, die festgefügten Grenzen zwischen E-Musik-Avantgarde und "improvised music" zu öffnen.
Neue Zürcher Zeitung
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Werke |
- Take 1
1998, ungefähr 15:00 min Besetzung: Kammermusik, Quintett - Hyogo
1997, k.A. Besetzung: Kammermusik, Quartett - of division
1996, k.A. Besetzung: Kammermusik, Oktett - Bogengänge - Zwölf Kompositionen für Kontrabass-Duo
1995, k.A. Besetzung: Kammermusik, Duo - yOUTh
1995, k.A. Besetzung: Septett, Kammermusik - Die Gäste der Gäste der Knappen - to Luis Buñuel
1994 und 1995, k.A. Besetzung: Kammermusik, Sextett - Playtime - to Jaques Tati
1994, k.A. Besetzung: Kammermusik, Bläsermusik, Quartett - Polwechsel
1994, 38:08 min Besetzung: Kammermusik, Quintett - Geographietorte
1993, k.A. Besetzung: Kammermusik - Markknochen wälzt Eisschollen
1993, k.A. Besetzung: Kammermusik, Quartett - Kökkenmöddinger
1992, k.A. Besetzung: Kammermusik, Septett - Vedute
1990, k.A. Besetzung: Kammermusik - Der Untergang
1989, k.A. Besetzung: Kammermusik, Trio - Notorisch Hippopotamus
1987, k.A. Besetzung: Kammermusik, Sextett
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