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„Alles Gute – Ein Umgang“ 2015

„Alles Gute. Ein Umgang“ Auch in diesem Advent laden wir Sie ein mit uns am 7. Dezember durch die nächtlichen Gassen des 7. Bezirks zu wandern. Entdecken Sie seine vielseitigen Fassetten indem Sie an 11 verschiedenen Stationen einer abwechslungsreichen Mixtur aus Musik, Mode, Literatur, Tanz und Theater begegnen. Eine Adventveranstaltung der etwas anderen Art die zum Mitgehen, Verweilen, Zuhören und Mitmachen einlädt.

Beginn ist um 17:00 in der Hauptbücherei Wien. Weitere Aufenthalte führen in das Theater Spielraum, ins Ateliertheater Reloaded, ins pink zebra Theater, ins Kosmos Theater, in den Salon für Kunstbuch, ins Kulturzentrum Amerlinghaus, ins Filmhaus Kino am Spittelberg, ins Architekturzentrum Wien, in den Dschungel Wien sowie abschielßend ins Tanzquartier.

Moderiert wird der Adventrundgang von Helge Hinteregger.

Musikalische Begleitung:
Stefan Sterzinger, Akkordeon, Vocals
Helmut Neugebauer, Saxofon
Sebastian Schwarz, Percusión
PROGRAMM 2015

 

17:00 HAUPTBÜCHEREI WIEN / Urban Loritz Platz 2a
Anmerkungen zur Umgebung. Lesung von Christoph Bochdansky | Musik: Martin Ptak
Anmerkungen zur Umgebung

Lesung mit möglichen Interventionen: Christoph Bochdansky
Live-Musik: Martin Ptak – Posaune
Was, wenn sich all die Figuren und Wesen, von denen wir wissen, dass es sie gibt, weil schon sooft von ihnen erzählt wurde, sich nun alle gegen die Vernunft verschwören und vor uns sichtbar werden.
Würden wir wegrennen? Würden wir zuhören? Wenn der Teufel höchst persönlich erscheint. zynische, dunkle Kerle sich über das Unglück des Robinson Crusoe lustig machen. Gutmütige Booten der Liebesgöttin, sanftmütige ihr Glück verkünden. Was die Vernunft nicht erlaubt, bewirkt das Puppenspiel.
Eine Lesung also, die hin und her schwingt zwischen Texten und Puppenspiel und Musik.
Martin Ptak verwebt in der Musik zu dieser Lesung kleine Soundscapes (Fundstücke aus der Umgebung) mit den Klängen seiner Posaune.
Genießen Sie dieses Zusammentreffen.

17:30 THEATER SPIELRAUM / Kaiserstraße 46
wEG Mit dER wELT
Ein absurdes philosophisches Theaterstück von Stephanie Grünberger

Ein kleiner Appetizer zur Uraufführung am 10.Dezember: Keiner geht zum Lachyoga und betrügt seinen Hund und „Glückliche Tage“ hat man auch nicht immer, aber einen Mikro- und einen Makrokosmos.

Mit Karoline Gans, Régis Mainka, Ramona Mühlthaler

Regie: Stephanie Grünberger
Bühnenmedien: Marcus Saravia
Produktion: Angie Dittrich

18:00 ATELIERTHEATER RELOADED / Burggasse 71
Mephisto

Mit Nina C. Gabriel, Jens Ole Schmieder und Aline Schauer
Regie – Nina C. Gabriel
Dramaturgie und Film – Ludwig Drahosch

Das Prinzip – Mephisto. „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“

18.30 PINK ZEBRA THEATER / PETER FUX / Fürth Kaffee Atelier/ Co Space Kirchengasse 44
the voice project

featuring: peter fuxx / Peter Fuchs & Georg O. Luksch
music & production, home music
Georg O. Luksch

Stimme. Raum. Installation. Sprache. Klang. Ein akustisches Experiment, das neue Klangflächen erschließt.


19.00 KOSMOS THEATER / Siebensterngasse 42
frau franzi

Dramaturgie & Spiel: Marika Reichhold | Regie: Christian Suchy

frau franzi – Putzfrau und normalerweise im KosmosTheater bei den dienstäglichen Putztagen mit Schäggsbia (Shakespeare) und seinen Tragödien beschäftigt – macht sich diesmal über die Weihnachtsgeschichte her.
Mit der „Verkündigung“ zeigt sie einen Ausschnitt aus ihrem ziemlich verrückten Weihnachtsprogramm. Wie immer als Ein-Frau-Show und nur mit einfachsten Requisiten, interpretiert und parodiert sie die Weihnachtsgeschichte federleicht auf die für sie eigene, feine Art: komödiantisch – aber niemals denunzierend.
Marika Reichhold ist frau franzi. Gemeinsam mit Christian Suchy kreiert sie die Kunstfigur um unterhaltsame und informative Führungen im Bergbaumuseum in Grünbach anzubieten, das sie 2007 von ihren Eltern erbt.

19.30 SALON FÜR KUNSTBUCH / Mondscheingasse 11
NO-ISBN on self-publishing
Bernhard Cella

Bernhard Cella stellt eine neue Publikation mit dem Titel NO-ISBN zum Thema des Selbstpublizierens vor. NO-ISBN on self-publishing .Bernhard Cella, Leo Findeisen, Agnes Blaha (Hg.)

Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln
Format 24,5 x 32 cm, 506 Seiten, 498 farbige Abbildungen
Klappenbroschur, ISBN 978-3-86335-562-3

Mit Texten von Sylvie Boulanger, Ulises Carrión, Gabrielle Cram, Constant Dullaart, Kenneth Goldsmith, Kit Hammonds u.a.

„Alle Künstler sind gleich: Sie träumen davon, etwas zu tun, das sozialer, kollaborativer und wirklicher ist als Kunst“  Dan Graham

NO-ISBN – On Self-publishing beschäftigt sich mit Publikationen, die aus der Reihe fallen und sich dem internationalen System des Warenaustauschs entziehen. Drei Merkmale verbinden insgesamt 1.800 Veröffentlichungen: Sie kursieren ohne ISBN-Index, sind auf Papier gedruckt und jüngeren Datums.

Welche Rolle wird das Selbstverlegen im 21. Jahrhundert spielen? Kann der Druck auf Papier eine Alternative zum elektronischen Austausch darstellen? Wie lässt sich zwischen Subversionsgestus und Neuem Biedermeier unterscheiden?

NO-ISBN bietet einen Abriss der Mediengeschichte vom Buchdruck des 15. Jahrhunderts bis heute, ein aktuelles Verzeichnis von Mikro- und Fanzinemessen aufs vier Kontinenten, Manifeste der historischen und zeitgenössischen Avantgarden sowie Texte zum internationalen Boom an Künstlerbüchern, verfasst von Akteuren des Selbstverlegens. Dieser erste, reich illustrierte Reader erscheint in einer deutschen und einer englischen Ausgabe.

Aus dem Inhalt
… more real than art – Die Kunst des Versammelns * NO-ISBN * Keine Rückkehr zum Analogen * Der gedruckte Raum als Erbe der Konzeptkunst * Archivarische Strategien * Der Untergang der Gutenberg-Galaxie * Do you like Mexico? * Faszination Materialität * Bücher zum Überleben * Postdigitales Publizieren * Gezilla vs. ISIStanbul * UbuWeb will frei sein * NO-ISBN als politische Strategie * Die neue Kunst, Bücher zu machen * Balkonmanifest

More information: no-isbn.net

20:00 KULTURZENTRUM AMERLING / Stiftgasse 8
KünstlerInnenkollektiv KLAUS
KLAUS TANZT

ist ein KünstlerInnen Kollektiv das sich mit Tanzkunst im öffentlichen Raum, wie Straßenbahn- und Bushaltestellen, Fußgängerzonen, Spielplätzen, Einkaufszentren, Ämter, Zebrastreifen, Parks, etc auseinandersetzt.
Öffentliche Räume sind Lebensräume, die für alle Menschen zugänglich sind und die allen gleichermaßen zur Mitgestaltung offen stehen. Dem entgegen ist eine Tendenz zu verstärkter Regulation öffentlicher Räume wahrnehmbar, welche vorsieht individuelle Gestaltungsspielräume einzuengen. Das Kollektiv KLAUS widmet sich auf tanzkünstlerische Weise der Auseinandersetzung mit den vorgefundenen Bedingungen öffentlicher Räume innerhalb der Stadt Wien sowie deren Rückeroberung als aktiv-mitgestaltende Individuen
Mittels für PassantInnen unerwarteter Tanzinterventionen an öffentlichen Orten, wird kurzfristig ein Raum geschaffen, in dem gewohnte, ungeschriebene Verhaltens- und Bewegungsnormen in Frage gestellt werden. Von sozial konstruierten Normen abweichende Bewegungsformen treffen auf Menschen in Alltagssituationen und deren Alltags Bewegungsrepertoire. Neue Situationen entstehen.
Irritation – Inspiration? Ein Impuls zu spielerischer gedanklicher Auseinandersetzung mit sich selbst und in Bezug zum öffentlichen Raum.
KLAUS  ermutigt zu einer  Rückeroberung des eigenen Körpers – der ureigene private Raum – und des Körpers der Stadt, des öffentlichen Raumes als Ausdruck von Identität jeder und jedes Einzelnen, aber auch der erlebten Stadt.

KLAUS: Anne Megier, Christa Stöffelbauer, Ella Necker, Gabi Seeleitner-Siffert, Julia Riederer, Valerie Kattenfeld, Sarah Schachner-Nedherer

20:30 FILMHAUS KINO AM SPITTELBERG / Spittelberggasse 3
Last Shelter – Versprengte Nachrichten
Gerald Igor Hauzenberger

Ausgerechnet zu Weihnachten wurde 2012 die Votivkirche von Flüchtlingen besetzt. Drei Jahre später präsentiert der österreichische Dokumentarist Gerald Igor Hauzenberger eine filmische Langzeitbeobachtung einer schwelenden und in diesen unseren Tagen jäh eskalierenden Krise, eines zunehmend brüchigen europäischen Abschottungs-Systems. Gezeigt werden, in Anwesenheit des Regisseurs: Der Trailer zum Film sowie aufschlussreiche Szenen, die es nicht in die Endfassung geschafft haben. Ein Anti-Adventpunsch-Programm.
21.00 AZW – ARCHITEKTURZENTRUM WIEN / MQ/Museumsplatz 1
Stop-Motion Kurzfilm: MQ – Heute, Damals, Übermorgen
Katharina Roters und József Szolnoki

Das Architekturzentrum Wien zeigt den den Stop-Motion Kurzfilm „MQ – Heute, Damals, Übermorgen“. Unter der Anleitung der FilmemacherInnen Katharina Roters und József Szolnoki entstand der Film diesen Sommer in Workshops 10- bis 13-Jähriger im Rahmen des Wiener Ferienspiels. Mittels Vox Pop und Trickfilmelementen lebt nicht nur die Geschichte des MQs auf humorvolle Art und Weise wieder auf, es werden auch phantasievolle Visionen für die Zukunft entworfen.

Foto (c) Katharina Roters und József Szolnoki

21.30 DSCHUNGEL WIEN / MQ/Museumsplatz 1
CLUB SODA special
DSCHUNGEL WIEN & Nancy Mensah-Offei, Futurelove Sibanda

Mit allen Wassern gewaschen ist der CLUB SODA reinstes Naturquell-Entertainment – subversiv, verführerisch und witzig. Die Multitalente reden, singen, tanzen und performen mit teils ironischem, teils ernstem Blick auf Weihnachten. Prost!

22:00 TANZQUARTIER WIEN / MQ/Museumsplatz 1
Elisabeth B. Tambwe – Das Lamm im Hundspelz

Über die Jahre wurde die Geschichte vom Weihnachtsmann zur urbanen Legende, welche zunehmend die „reale Geschichte“ ersetzte. Seine Legende ist nun an eine ökonomische Realität gebunden, die unsere Bankkonten leerräumt. Wir bluten uns aus, um den herbeizurufen auf den jede_r wartet… In unserer Verwirrtheit, verwandeln wir uns selbst zu Jünger_innen der Illusion, von Lügen und materiellem Begehren.
Es ist ein perverser Mythos, der uns jedes Jahr die Macht gibt, uns zurück in sorglose Kinder zu verwandeln. Ohne Zweifel, der Weihnachtsmann repräsentiert heutzutage eine heilige Figur, gleichermaßen verehrt von westlichen und nicht westlichen Gläubigen. Aber wer von uns lässt sich immer wieder opfern über dem Altar dessen, was wir für die richtige Geschichte halten?

Foto (c) Elisabeth Tambwe

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Bezirksvertretung Wien 7

 

 

 

 

 

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